Freitag, 3. Februar 2012

Ambikas Geschenk

Eines Tages bekam ich Besuch von zwei Kindern, die ganz neugierig erst mich und dann mein Haus begutachteten. Es stellte sich heraus, dass sie meine Nachbarn sind und auf eine Privatschule gehen, weswegen wir uns problemlos auf Englisch verständigen konnten. Ein Mädchen, Ambika, frage mich plötzlich, ob ich denn Buddhistin sei. Einfachheitshalber bejahte ich die Frage, woraufhin mich beide Mädchen zum buddhistischen Kloster um die Ecke mitnahmen und mich dem Mönch vorstellten, der dort alleine lebt.

Am nächsten Tag kam Ambika wieder und brachte mir etwas mit, was sie in Zeitung eingewickelt hatte. Respektvoll und mit einer Kopfverbeugung überreichte sie es mir und sagte, dass ich das jeden Morgen für meine Ölkerze benutzen soll. Ich öffnete das Papierpäckchen und sah, dass sie mir Dochte geschenkt hatte. Sie erklärte mir, dass ich sie für mein Morgengebet nutzen soll und dass man sich sowas nicht selbst kaufen sollte. Ich war total gerührt und fand keine richtigen Worte, um mich bei ihr zu bedanken.

Einige Tage später besuchte mich Ambika wieder. Diesmal hatte sie mir etwas sehr Besonderes zu geben: Ein buddhistisches Gebet.

Buddha saranam gatchami
Sangan saranam gatchami
Darnam saranam gatchami
Duti ampi saranam saranam gatchami
Duti ampi sangam saranam gatchami
Duti ampi tarnam saranam gatchami

Vielleicht klingt das jetzt kitschig, aber ich glaube daran: Manchmal sendet mir das Universum kleine Engel. 

  

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