Es gibt ein nepalesisches Phänomen, das alle Europäer ziemlich verwirrt. Es sind die „missed calls“, die die Nepalesen so gerne geben. Im Grunde ist das Rezept ganz simpel: Man nehme einen befreundeten Nepalesen und ein Handy. Wenn er deine Handynummer hat, wirst du früher oder später angeklingelt. Einfach nur so. Hab an dich gedacht. Mir ist grad langweilig. Gleich gibt’s Reis und bis dahin ist Leerlauf. Es klingelt, ein, höchstens zwei Mal und dann sitzt man als Euroäer da und grübelt. Hat er kein Geld auf dem Handy? Soll ich nun zurück rufen? Ist vielleicht was passiert? Und die Verwirrung ist dann perfekt, wenn man dann wirklich zurückruft! Am anderen Hörerende hat man nun einen lachenden Nepalesen, der einem erklärt, er hätte eben an einen gedacht und es ist nichts passiert.
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| Ach, die Himalayas... und jetzt ein "missed call"! |
Aber umso länger ich darüber nachdenke, desto mehr Sinn macht es für mich. Ich denke auch manchmal an meine Freunde und habe eigentlich nichts zu berichten. Während ich in der Küche gerade Möhren schnibble oder am Zeitungsstand in der Schlange stehe, erinnere ich mich an Diana, Weronika, Svenja oder Esther und hab dann so einen warmen Impuls. Aber setze ich in der Regel nicht um, wenn ich effektiv nichts zu sagen habe. Eigentlich schade!
Ich finde es schön, dass es in Nepal einen möglichen Raum für diesen Impuls gibt.
ramro cha but..........
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